Schülerfirma 2015

Bismarckschüler gründen Lampenfirma

Es ist eine ausgesprochen charmante Idee, die 17 Bismarck-Schüler seit einigen Monaten tatkräftig in die Tat umsetzen: Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit recyceln sie Gegenstände wie Flaschen oder Bestecke, um sie neuen Funktionen zuzuführen. So entstehen beispielsweise aus Besteck und aparten Glasbehältnissen dekorative Lampen, bei denen mittels Kabel, Schraubgewinde und Glühbirne auch die praktische Nutzbarkeit gewährleistet ist.

Anlass für die kreative Tätigkeit sind die „Junior Schülerfirmenprogramme“ des Institutes der deutschen Wirtschaft. Ziel ist es, jungen Menschen die Grundprinzipien unternehmerischen Handelns nahezubringen. So sollen Jugendliche ab der Sekundarstufe I ein Schülerunternehmen mit Nachhaltigkeitsanspruch gründen, um praktisch dabei zu erfahren, wie sich das eigene Handeln wirtschaftlich, sozial und ökologisch auswirkt. Unterstützt und finanziell gefördert wird die ein Jahr existierende Firma durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie diverse Unternehmen – und: Wenn die Schüler sich mit ihren Prototypen, Marketingstrategien, Hauptversammlungen mit Anteilsscheineignern sowie dem Nachhaltigkeitskonzept bewähren, können sie sich beim „Junior“-Landeswettbewerb auf Landes- und Bundesebene mit anderen Schülerfirmen messen. Diese Phase haben die Elmshorner Schüler des 11. Jahrgangs (16 bis 19 Jahre) nun erreicht. „Wir werden uns bewerben und arbeiten an einer guten Präsentation unseres Unternehmens am 23. April“, heißt es aus der Runde. Es lockt die Teilnahme am Bundesfinale in Berlin.

Um sich und ihre Lampenfirma namens LamperaLicht ins sprichwörtlich gute Licht zu setzen, stellen die Jungunternehmer ihre Arbeiten bei Bajazzo–Creatives Wohnen und Schenken sowie der Buchhandlung Heymann (Damm 1 und 4) in Elmshorn aus. Ein Verkaufsstand auf dem Buttermarkt sowie bei der Osterausstellung der Hobbykunstfreunde Elmshorn (Sonntag, 15. März) soll ihre Chancen erhöhen, Kunden zu akquirieren. „Wir arbeiten auch gern auf Bestellung“, erklären die Jungunternehmer. „So hat man ein ganz individuelles Geschenk oder eine Lampe, die in ihrer Einzigartigkeit eine Geschichte zu erzählen hat“, beschreiben es die Schüler. Und die Chance könnte man vielleicht sowohl den Bismarckschülern als auch den ungenutzten Tauflöffeln, Suppenkellen oder Weinkaraffen im Kellerschrank geben…

von Uta Robbe, erstellt am 11.Mrz.2015, in Elmshorner Nachrichten

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