Bismarckschule geht ans Netz

Gymnasium erhält vernünftigen Internetanschluss und baut WLAN aus / Andere Schulen sollen folgen

„Ein Internetanschluss muss heutzutage genauso selbstverständlich sein wie Strom, Gas und Wasser“, sagt Peter Rosteck, Direktor der Elmshorner Bismarckschule . Ist es nicht, vor allem nicht an den Schulen. Das Gymnasium wollte nicht auf die Initialzündung der Stadt warten, um die Schule aus der „technischen Steinzeit“ in die moderne digitale Welt zu bringen. Die Einrichtung hat die Initiative übernommen – und verfügt jetzt über eine stabile, schnelle Leitung mit 100 MBit/s – als erste Schule in der Krückaustadt. Die Kosten für den Anschluss wurden aus dem Schuletat finanziert. Zusätzlich wurde das WLAN im Schultrakt ausgebaut. Der gesamte Altbau wie auch die Räume der Naturwissenschaften sind jetzt ans Internet angeschlossen. Insgesamt zirka 40 Räume.

Ein Kraftakt und ein Gemeinschaftsprojekt: Die Stadtwerke haben die Leitung bis zur Schule gelegt. Der Schulverein, der Förderverein und die Sparkasse haben durch erhebliche Spenden dafür gesorgt, dass im Gebäude moderne Medien wie I-Pads zum Einsatz kommen können.
Eines machte Stadtwerke-Chef Sören Schuhknecht deutlich. Die Bismarckschule ist zwar Vorreiter, aber: „Das ist ein Pilotprojekt. Auch die anderen Elmshorner Schulen sollen das schnelle Internet bekommen. Wir stehen aber noch ganz am Anfang.“ Die Stadt hatte erst am vergangenen Mittwoch den Weg für eine Basisinfrastruktur für alle Schulen frei gemacht (siehe Text rechts).

„Die Technisierung ist von den Eltern ausdrücklich erwünscht“, betont Ralf Lohse vom Schulelternbeirat. „Wir gehen auf die Schüler zu. Eine veraltete Technik ist nicht ihre Welt“, sagt Mathelehrerin Ute Grimm.

Seit Jahren baut die Schule kontinuierlich ihre IT-Struktur aus. Die erste I-Pad-Klasse entstand 2010. Das kostet. Für 40 Beamer wurden 40 000 Euro investiert. Ein mobiler I-Pad-Koffer mit neuen Geräten wurde für 20 000 Euro angeschafft. Im Keller steht inzwischen ein Server. Kosten: 10 000 Euro. „Den hat die Stadt bezahlt. Im Gegenzug haben wir auf die Sanierung eines Computerraumes verzichtet“, sagt Rosteck. Drei PC-Räume für 1200  Kinder und Jugendliche: Rosteck lächelt vielsageng. Die alte Welt. Die neue ist mobil und digital.

„Auf dem Server stellen wir Hausaufgaben und Infos bereit. Die Schüler können darauf zugreifen. Das Angebot wird immer stärker angenommen“, sagt Mathelehrer Sven Kunstmann. Allein in diesem Jahr hatte die Schule zirka 35 000 Euro an Spenden erhalten. Die Sparkasse spendierte für das Pilotprojekt 5000 Euro. Ein Elternteil 2000 Euro. Das Gymnasium ist online, nicht auf Luxus-, auf Standardniveau.

Von brh

Dieser Artikel erschien am 15.10.16 in den Elmshorner Nachrichten

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