Prag_2016_Q2e

Das Geographieprofil in Prag – Ein voller Erfolg

Prag hat viel mehr zu bieten, als das uns von den vorherigen Jahrgängen prophezeite günstige Bier. Das durften wir, das Geographieprofil 2017, auf unserer Studienfahrt in die Hauptstadt Tschechiens selber erleben. Die Stadt hat uns alle mit dem wunderbaren Wetter und der Moldau, auf der man großartig Tretboot fahren kann, verzaubert.

Trotz früher Uhrzeit ging es am Sonntag für uns mit guter Laune los in den Zug nach Prag. Nach einer entspannten Zugfahrt, dem Check-in ins Hotel und einem leckeren Abendessen haben wir uns auf eine erste Erkundungstour durchs abendliche Prag begeben.

Unser erster Tag in Prag begann mit einer Führung durch die Prager Altstadt, auf der uns erste politische, wirtschaftliche und historische Begebenheiten der Stadt nähergebracht wurden. Dies war auch die Überleitung zu einer weiteren Führung, die sich mit den Geschehnissen des Prager Frühlings und der samtenen Revolution befasste. Danach ging es für uns ins Hotel des Geschichtsprofils, in dem wir einen Vortrag über die Wirtschaft Prags gehört haben und danach abschließend ein lang ersehntes Abendessen genossen haben.

Der nächste Tag begann mit einem Besuch in dem Nationalmuseum für Landwirtschaft, in dem wir erst einmal Einblicke in die Pflanzenwelt bekamen und uns dann frei bewegen konnten. Schnell war klar, was die Hauptattraktionen sind: die Ziegen im Garten des Museums und die Spielzeug-Trecker im Bereich der landwirtschaftlichen Maschinen. Nach einer Pause bekamen wir dann eine Führung durch die Gedenkstätte für die Helden der Heydrichiade. Nach einer Filmvorstellung betraten wir die Krypta der Kirche, in welcher sich die tschechoslowakischen Fallschirmspringer nach ihrem Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich versteckten und später ihren Tod fanden. Nach dem Abendessen hatten wir Freizeit, in der manche in die Bar und andere in den Park gingen.

Der darauffolgende Tag begann früh mit der Abreise Richtung Terezin, einer ehemaligen Festungsstadt, welche zu Zeiten des zweiten Weltkrieges in ein Sammel- und Durchgangslager umgewandelt wurde. Wir bekamen eine Führung durch die KZ-Gedenkstätte Theresienstadt, die uns die grausamen Bedingungen, unter denen die Menschen dort zu leben hatten, sehr nahe brachte. Es wurde ein Film gezeigt, welcher die Todeszahlen verdeutlichte. Zudem besichtigten wir das Ghetto Museum, welches das Leben der Häftlinge im Lager und vor allem die Erfahrungen von Kindern im Ghetto aufzeigte. Nach dem Mittagessen im Restaurant Atypik besichtigten wir das Krematorium, in dem die Verstorbenen aus Terezin verbrannt wurden. Danach setzten wir unsere Fahrt zur Gedenkstätte Lidice fort, wo heute ein Museum steht. Die Sonne scheint hier auf ein weitläufiges Gelände, wo einst Lidice stand, ein Dorf, das im Zweiten Weltkrieg im Zuge einer Racheaktion auf das Attentat von Heydrich seinen Untergang fand. Die männlichen Bewohner wurden erschossen, die Frauen in KZs gebracht und die Kinder bis auf einige wenige, die „germanisiert“ werden sollten, vergast. In dem kleinen Museum kann man Berichten von Zeitzeugen zuhören, die dieses bittere Ereignis schildern. Abends schlossen wir den eher bedrückenden Tag dann noch mit einer lustigen Inszenierung im Schwarzlichttheater Jiriho Srnce ab.

Am Donnerstag ging es nach dem obligatorischen Frühstück mit Kim, unserer – von den meisten Jungs für sehr sympathisch befundenen – Reisebegleiterin, auf die Prager Burg. Bei bestem Wetter besichtigten wir dort unter anderem den Veitsdom, das Geburtshaus Franz Kafkas sowie den Tatort des Prager Fenstersturzes. Einige *(Dab-)Fotos später verstreute sich unsere Gruppe zum Mittagessen im Zentrum der Stadt, bevor wir uns am Nachmittag zum sportlichen Teil unseres Programms im Hochseilgarten einfanden. Die Klettertouren stellten sich als gelungene Alternative zum klassischen „Zuhör-Programm“ heraus und sollten trotz der hohen Temperaturen nur ein Vorgeschmack dessen sein, was noch für den selben Tag als profilübergreifender Abschluss der Fahrt geplant war: Ein Besuch im „Karlovy Lazne“, der größten Diskothek Europas. Gegen 22:00 Uhr machten wir uns also bestens gelaunt auf den Weg in die Altstadt Prags, um den Abend vor der Abreise auf 5 genrespezifischen Tanzfluren zusammen mit dem Geschichtsprofil zu zelebrieren. Sowohl die ca. 60 Schüler unserer beiden Klassen als auch unsere Lehrer kamen bei der Musikvielfalt und der rundum guten Atmosphäre des Clubs voll auf ihre Kosten.

Leicht übermüdet nahmen wir am Freitagmorgen dann den letzten Programmpunkt, eine Diskussionsrunde in einem nahe gelegenen Park in Angriff und verließen das Hotel bald darauf in Richtung Hauptbahnhof. Unsere Studienfahrt endete schließlich nach einer etwa siebenstündigen Heimreise im heiß geliebten Elmshorn und wird von uns so schnell wohl nicht vergessen.

Ein Bericht von Leonard, Tami und Nele aus der Q2e

Bevorstehende Termine
Herbstferien 14. Okt 2017 - 29. Okt 2017
Schulentwicklungstag 30. Okt 2017
Reformationstag (Schulfrei) 31. Okt 2017
Pädagogische Konferenzen 2. Nov 2017 14:00 - 19:30 Bismarckschule
Pädagogische Konferenzen 9. Nov 2017 14:00 - 19:30 Bismarckschule