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Die Studienfahrt der Q2d nach Prag

Unsere Studienfahrt begann am Montag mit einer erstklassigen Fahrt, nachdem es Fehler mit unserer Reservierung gab. Also durften wir, die Klasse Q2d, in der ersten Klasse im ICE nach Berlin sitzen. Für viele war es das erste Mal, solch einen Luxus von der Deutschen Bahn zu erhalten. Anders als geplant, kam der Zug tatsächlich aber fast pünktlich, was uns den Anschein gab, dass die Fahrt ganz angenehm wird. Doch der Schein trügt: Wie im ersten fehlte auch im zweiten Zug unser Zugwaggon, aus unerklärlichen Gründen. Ein Wettrennen um die letzten freien Sitzplätze entstand und nicht nur die Fahrgäste sondern auch das Zugpersonal hatte früher oder später die Nase voll von der Q2d, die verzweifelt nach Sitzgelegenheiten suchte. Nach 6 Stunden aufregendster Zugfahrt, wo wir Dank unseres fehlenden Waggons zahlreiche neue Leute aus den verschiedensten Ecken der Welt kennenlernen durften, waren wir dann endlich in Prag angekommen. Nachdem wir uns in unseren Zimmern eingefunden hatten und die erste Schaumparty schon stattgefunden hatte, verbrachten wir unser Abendessen in einem Restaurant, was uns noch die ganze Woche begleiten würde. Eingeläutet wurde unser Programm mit einem Spaziergang durch Prags Altstadt bei Dämmerung. Wir wurden Zeugen von dem besonderen goldenen Glanz der Stadt, der Burg und der Karlsbrücke bei zunehmender Dunkelheit. Anders als erwartet, waren alle direkt von Tag eins begeistert und fasziniert von Prag. Wir konnten die nächsten Tage kaum erwarten!

Die nächsten Tage boten Ausflüge ins Jüdische Viertel, wo wir uns mit der jüdischen Geschichte der Stadt auseinandersetzten. Führungen durch Theresienstadt sowie zum Thema des Prager Frühlings und der Samtenen Revolution ließen uns in die tschechische Geschichte des 20. Jahrhunderts eintauchen. Außerdem besuchten wir ein Schwarzlichttheater, welches zwar lustig, allerdings auch sehr kontrovers war. Der emotionalste Punkt unserer Reise war die Gedenkstätte Lidice. Ein Dorf, welches aufgrund eines Racheakts der Nazis im zweiten Weltkrieg vollständig ausgelöscht wurde. Schüler, die an der Pragfahrt zunächst erst schweigend beteiligt waren, diskutierten energisch in kleinen Gruppen über wichtige politische Themen, angeregt durch das schreckliche Verbrechen in Lidice und all der darin verhafteten Tragödien. Unserer Studienfahrt fehlte es neben lehrreichen und interessanten Ausflügen aber auch nicht an Spaß ganz anderer Sorte: begonnen bei der Hinfahrt und den fehlenden Waggons über ein Kaugummi in den Haaren; ungewaschenem Salat als Vorspeise, der jedoch Dank ausgewählter Getränke nicht ins Gewicht fiel; vergessene Ausweise für den Eintritt in die Prager Burg -wir haben es zum Glück alle doch noch geschafft!- bis hin zur Rückfahrt, bei der sich unser Zugabteil aufgrund von technischen Defekten innerhalb kürzester Zeit in eine Sauna verwandelte und unsere Lehrer in einem abgekoppelten Waggon weg fuhren. So endete unsere Fahrt wie sie begonnen hatte: mit einer Sitzplatzjagd! Zwar musste ein Abteil für sechs Personen plötzlich die Kapazität für zehn Menschen haben, doch dank unserer Flexibilität überstanden wir selbst dieses Erlebnis. Die gesamte Klasse hatte eine schöne Zeit in Prag, freute sich aber ebenso aufs Zuhause und aufs letzte Schuljahr!

Merle M. und Anna S.

Bevorstehende Termine
Projektwoche des WiPo-Profils im Haus Rissen (Institut für Internationale Politik und Wirtschaft) 10. Dez 2019 - 17. Dez 2019
Weihnachtsferien 23. Dez 2019 - 6. Jan 2020
Berlinfahrt Q2-Jahrgang 13. Jan 2020 - 15. Jan 2020
Zeugnisausgabe, danach unterrichtsfrei 31. Jan 2020
Info-Veranstaltung zur Profiloberstufe 6. Feb 2020 19:00 - 21:30
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2019-09-26T06:45:44+00:00