Exkursion Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona2019-09-11T08:47:54+00:00

Exkursion Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona

Am Ende des letzten Schuljahres hat unsere Klasse, die Eb, den Jüdischen Friedhof Hamburg-Altona zusammen mit unseren Geschichtslehrern Herr Mann und Herr Teclaw besucht. Dabei war uns im Rahmen des Geschichtsunterrichts der sephardische Teil besonders wichtig. Welcher Teil? – Der sephardische! Diese Frage hat uns jeder in diesem Zusammenhang gestellt, weshalb wir kurz die wichtigsten Fakten zu den Sepharden nennen: Als Sepharden bezeichnet man iberische Juden, welche bis 1492, dem Jahr ihrer Ausweisung und Vertreibung, in Spanien lebten. Nach Hamburg emigrierten jedoch in erster Linie „Portugiesen“. Hierbei handelt es sich um Nachfahren der Juden, die 1497 in Portugal zwangsgetauft wurden. Von daher bezeichnete man sie unter anderem auch als „Kryptojuden“. Nachdem sie aufgrund der Einführung der Inquisition aus Portugal emigrieren mussten, ließen sie sich gegen Ende des 16. Jahrhunderts in Nordeuropa nieder. Jene „portugiesischen Sepharden“ siedelten sich insbesondere in Hafen- und Handelsstädten an, wie zum Beispiel in Hamburg, wo sie Wohnrecht sowie volle Freiheit der Berufsausübung genossen. Bezüglich des religiösen Bereiches lagen dennoch große Beschränkungen vor. So wurde ihnen beispielsweise ein eigenes Friedhofsgelände von dem Rat der Stadt Hamburg verweigert, sodass sie 1611 in der damals noch selbständigen Stadt Altona ein Stück Land erwarben. Wenige Jahre später kam der aschkenasische Teil („Aschkenase“ = deutsche Juden und Einwanderer aus Osteuropa und Russland) hinzu.

Unsere Klasse besuchte den Friedhof, da wir die Sepharden im Zusammenhang mit dem Thema „Migration aus religiösen Gründen“ im Geschichtsunterricht behandelt haben.

In Altona angekommen erhielten wir eine Führung auf dem Jüdischen Friedhof. Frau Jagow zeigte uns die umfangreichen Zusammenhänge der Gräber beziehungsweise Grabsteine mit der Geschichte der entsprechenden Juden auf. Somit liegen beispielsweise die Grabsteine der Sepharden aus klimabedingten Gründen, während die der Aschkenasen stehen, sodass sie dem Wetter ihrer jeweiligen Herkunftsregion möglichst lange standhalten. Gleichzeitig lernten wir, wie groß damalige Einflüsse auf die Gestaltung der Grabsteine sind, denn einige sephardische Grabsteine weichen vom Standard ab, indem sie Merkmale des Barocks aufweisen, wie zum Beispiel Totenköpfe. Auch alles andere hat eine tiefgründige Bedeutung. Unterschiede bei der Gestaltung kann man somit teilweise darauf zurückführen, dass es sich um das Grab eines Rabbis handelt.

Von besonderem Interesse für uns als Elmshornerinnen und Elmshorner war die Tatsache, dass man ein Phänomen sowohl auf dem Jüdischen Friedhof in Elmshorn als auch in Altona beobachten kann. Und zwar verwendet man einen Baum, der von einem Menschen gefällt wird, auf beiden Friedhöfen als Symbol dafür, dass der Mensch zu früh verstorben ist.

Abschließend können wir sagen, dass der jüdische Friedhof in Altona ein kulturhistorisches Erlebnis ist und es eine interessante Erfahrung war, Geschichte so nah zu erleben.

Eb

Bevorstehende Termine
Jugend trainiert für Olympia (Beachvolleyball) Bundesfinale in Berlin 23. Sep 2019 - 26. Sep 2019
Informationsabend des Internationalen Jugendprogramms für interessierte Eltern und Schüler 25. Sep 2019 19:30 in der Aula
Herbstferien 3. Okt 2019 - 18. Okt 2019
Pädagogische Konferenzen Sek I 24. Okt 2019 14:00 - 20:00
Elternsprechtag Klassen 5 28. Okt 2019 19:00 - 21:00
Aktuelles