Interview mit Herrn Niemietz

Herr Niemietz ist seit drei Jahren Mitglied des Hausmeisterteams an der Bismarckschule. Wir fragten ihn nach seinen Aufgaben, seinen Erfahrungen und Wünschen.

Welches sind Ihre Hauptaufgaben?

Zu meinen Aufgaben gehört die Instandhaltung des Schulgebäudes. Das Grundstück muss gepflegt werden, und vor allem jetzt im Herbst fällt die alljährliche Beseitigung des Laubs an. Wir kümmern uns auch um verstopfte Regenrinnen und leider auch um immer wieder verstopfte Toiletten. Wir kontrollieren die Arbeit der Reinigungsfirmen.

Wofür sind Sie nicht zuständig?

Wir machen natürlich Botengänge, so z.B. zur Poststelle. Aber für das Wegräumen von liegen gelassenen Klassenbüchern sind wir nicht zuständig.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Beruf?

Das ist ganz klar die Vielfältigkeit. Wir müssen handwerklich geschickt sein, aber auch gut kommunizieren können mit den Eltern, den Lehrer*innen und auch den Schüler*innen. Jeder Tag ist anders, und manchmal kommen ja sogar Filmteams in die Schule, um z.B. einen Film über die Krähenvergrämung zu drehen. Wir müssen oft flexibel reagieren. Als wir vor einiger Zeit den Hinterhof gründlich reinigen wollten, kam uns plötzlich ein Rohrbruch in der Chemie dazwischen! Nun hieß es mit der Klempnerfirma zusammenarbeiten, Abwassersielschächte suchen usw. Wir haben den Reparaturvorgang von Anfang bis Ende begleitet.

Was gefällt Ihnen nicht?

Unangenehm ist natürlich die immer wiederkehrende Verstopfung in den Toiletten. Das ist ja auch so überflüssig. Was mich auch sehr frustriert, ist, wenn wir gerade einen Klassenraum neu gestrichen haben und wir nach ganz kurzer Zeit sehen, dass statt des Mülleimers die Wand dahinter getroffen wurde, um seine Frühstücksreste zu entsorgen.

Was muss man in Ihrem Beruf gut können?

Man muss gut kommunizieren können und handwerkliches Geschick haben. Auch müssen wir oft improvisieren. Ich als gelernter Elektroinstallateur kann meine Kenntnissee gut im Bereich der Beleuchtung einsetzen und bei der Wartung von Beamern. Jeder von uns kommt aus einem anderen handwerklichen Bereich, und somit ist unser Team vielfältig aufgestellt.

Inwiefern haben sich Ihre Tätigkeiten durch die Coronapandemie verändert?

Wir müssen seitdem noch flexibler reagieren. Während der Schulschließung wurde die Zeit genutzt, um handwerkliche Tätigkeiten, die sonst in den Ferien durchgeführt werden, vorzuziehen. Die sich vor allem während der Schulöffnung vor den Sommerferien verändernden Hygienekonzepte forderten viele räumliche Veränderungen, für die wir verantwortlich sind. Es hat viele Umbauarbeiten gegeben: so mussten wir für die Lehrerkonferenz die Turnhalle bestuhlen und herrichten. Das Bereitstellen von Desinfektionsmöglichkeiten ist auch neu hinzugekommen.

Was wünschen Sie sich von Schüler*innen, Lehrer*innen und den Eltern vor allem?

Ich wünsche mir mehr Umsicht bei der Benutzung der Klassenräume. Es wäre viel gewonnen, wenn alle daran denken das Licht auszumachen und die Fenster zu schließen. Auch sollte noch stärker darauf geachtet werden, dass die Außentüren nach Abendveranstaltungen immer geschlossen werden.

Wegen der besseren Lüftung können nun alle Fenster geöffnet werden. Es wäre schön, wenn keine Papierflieger oder sonstige Dinge achtlos aus den Fenstern geworfen werden, da sonst unser Schulgelände vermüllt. Wegen der Pandemie sammeln ja derzeit keine Schüler*innen Müll in den Pausen.

Vielen Dank für das Interview!

Das Interview führte Frau Bartel-Schabram

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