LRS-Förderung

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

die Grundschule Ihres Kindes hat eine Lese-Rechtschreibschwäche festgestellt oder Sie bzw. die Lehrkräfte, haben eine entsprechende Vermutung? Ihr Kind ist schon auf unserer Schule, und die Rechtschreibleistungen entsprechen nicht den sonstigen Leistungen in den anderen Fächern? Hier erfahren Sie mehr über die Testung und Förderung an der Bismarckschule.

Was bedeutet LRS an der Schule?

Zu den Aufgaben der Schule gehört es unter anderem, individuelle Schwierigkeiten der Schüler/innen zu erkennen und als einen Förderanlass wahrzunehmen. Dazu führen wir die Testung auf LRS bei denjenigen durch, deren allgemeine Leistungen durch eine Schwäche im Bereich Lesen und/oder Schreiben beeinträchtigt werden. Ein erfolgreiches Lernen wird durch den gewährten Notenschutz und die schulischen Fördermaßnahmen nach einem positiven Bescheid ermöglicht.

Somit handelt es sich dabei um einen schulischen Nachteilsausgleich, der durch unsere Testung gewährt wird. Gutachten von externen Instituten oder Experten können hinzugezogen werden, gewährleisten aber keine förmliche Anerkennung, da der Begriff „Legasthenie“ andere Diagnosekriterien voraussetzt. Eine „Förmliche Anerkennung“ regelt hingegen den internen schulischen Umgang mit Lernschwierigkeiten. Sie gleicht einen Nachteil aus, der ein erfolgreiches Lernen trotzdem ermöglichen kann.

Wie wird Ihr Kind bei uns gefördert?

Wenn Ihr Kind schon mit einer Anerkennung aus der Grundschule bei uns beginnt, besucht es einmal pro Woche den Förderunterricht. Dort wird es mit aktuellen Materialien und Lernspielen altersgerecht in kleineren Gruppen gefördert. Dabei stehen Spaß und eine entspannte Atmosphäre im Vordergrund, um das Lesen und Schreiben positiv zu verstärken. Zurzeit fördern wir mit drei speziell ausgebildeten Kolleginnen ca. 40 Schülerinnen und Schüler in den Klassen 5-9.

Des Weiteren erhält Ihr Kind einen Notenschutz. Das bedeutet, dass die Lese-Rechtschreibleistungen in den Fachnoten nicht enthalten sein werden. Ein weiterer individueller Nachteilsausgleich kann vom Klassenkollegium beschlossen werden (z.B. erweiterte Bearbeitungszeit bei Tests und Klassenarbeiten oder dass die Aufgaben und Texte vorgelesen werden).

Zusätzlich stehen die Klassenlehrkräfte mit uns im Kontakt, um den Lernfortschritt zu begleiten. Natürlich erwarten wir auch eine verstärkte häusliche Vor- und Nachbereitung und die Unterstützung der Eltern.

 Was sind die Voraussetzungen für eine Testung?

Sollte Ihr Kind noch nicht getestet sein, dann ist das bis einschließlich der 7. Klasse möglich. Die Voraussetzungen dafür sind mangelhafte Leistungen im Lesen oder der Rechtschreibung und befriedigende oder bessere Leistungen in den Hauptfächern (Deutsch und Mathematik). Da die Lernenden der neuen 5. Klassen sich erst an den Ablauf bei uns gewöhnen müssen und wir Ihr Kind richtig kennenlernen möchten, testen wir sie erst im zweiten Halbjahr (Testzeitraum im Mai).

Wie sieht die Testung aus?

Die Testung dauert ca. eine Doppelstunde während der Unterrichtszeit und umfasst einen genormten IQ-Test (CFT 20-R) und einen Rechtschreibtest (RST 4-7).

 

Bei Fragen wenden Sie sich gern an uns.

Nicole Dey, Andrea Wulck und Christine Heesch

Für die Informationen verwendete Quellen zum Nachlesen:

Legasthenie.pdf (schleswig-holstein.de)

FAQs zum Erlass (schulrecht-sh.com)

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