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Reden wir mal über Poetry Slam

Zu einer traditionsreichen Schule, wie die Bismarckschule eine ist, gehören natürlich auch traditionsreiche Angebote und Wettbewerbe, die von interessierten „Bismarckern“ an- und hoffentlich auch gut aufgenommen werden. Naturwissenschaftlich begeisterte Schüler haben in den letzten Jahren bereits für die Jugend geforscht, und dass sowohl die Schach- als auch die Mathe- und Chemie-AG schon seit Jahren erfolgreich bestehen, beweist: Bismarck und NaWi, das passt.

Nach den Musiknerds dürfen jetzt langsam aber sicher endlich auch die Deutschnerds der Bismarckschule zeigen, was in ihnen steckt und was, vor allen Dingen, aus ihnen herauskommt.

Der Elmshorner Schulslam wurde im Jahr 2018 bereits das zweite Mal abgehalten. Initiiert vom grünen Stadtpolitiker Herrn Malte Ibs sowie Herrn Peter Köhnke, Leiter des Stadtarchivs, traten am 2. März jeweils drei Schüler der Boje-C.-Steffen, der KGSE, der EBS und auch der Bismarckschule auf dem finalen Poetry Slam auf. Die Finalteilnehmer waren zuvor in internen Schulentscheiden ermittelt worden.

Aber nicht nur jede Menge Lampenfieber und zum Glück auch Applaus waren der Preis, den Josephine John, Jamira Herrmann und ich, Lucas Klaus, gewannen, sondern auch einen Workshop mit Björn Högsdal. Wer das ist? Berühmter Poetry Slammer, Finalist der deutschsprachigen Meisterschaften im Jahr 2009 sowie einer der wichtigsten Menschen für die Szene in Norddeutschland und Deutschland im Allgemeinen. Der dritte und mit Abstand wichtigste Preis war also ein Arsenal an Tipps und Kniffen vom Vollprofi.

Wichtig ist ihm: Poetry Slam ist entgegen dem, was Deutschlehrer oft zu vermitteln versuchen, kein Genre, sondern eine Veranstaltung, auf der selbstgeschriebene Texte von einer unparteiischen Jury, die im Idealfall eben NICHT aus oben genannten Menschen oder den Besetzern ähnlicher Studiengänge besteht. Erlaubt auf einem Poetry Slam sind Lyrik, Stand Up-Comedy, Prosa, DADA, Rap u.v.m. Texte von Goethe oder Auszüge aus dem Johannes-Evangelium sind selbstverständlich verboten, da die beiden wohl nicht noch einmal auf einem Poetry Slam auftreten werden.

Nachdem uns Herr Högsdal also Poetry Slam definiert und einige Werke von sich vorgetragen hat, durften wir uns in kleinen Übungen zum Warmwerden selber versuchen. Fragen wie ,,Wie sähe ein Menschenleben rückwärts aus?“ oder ,,Was wäre, wenn der Bachelor schon vor 300 Jahren gelaufen wäre?“ sollten dabei nicht nur unsere Abstraktionsfähigkeit und das Um-die-Ecke-Denken schulen, sondern uns auch gleich zeigen, dass in einem Text WIR als Slam-Poeten die Macht haben. Darüber hinaus zeigte diese Übung eine beliebte Herangehensweise von Slam-Poeten an ihre Texte, nämlich das obligatorische ,,Was wäre wenn?“. Nach weiteren Übungen durften wir uns zurückziehen und selber versuchen, einen Text zu schreiben. Dabei stand Högsdal uns natürlich zur Seite, wenn wir Fragen hatten.

Nach gut zwei Stunden Freiarbeit musste jeder seinen Text der intimen Gruppe von acht Leuten plus Högsdal präsentieren und man durfte sich ein erstes Feedback anhören. Unterlegt wurde dieses Feedback häufig mit Anekdoten aus den ersten Tagen als Slam-Poet von Björn und Slam-Poeten, die er selber gefördert hat.

Insgesamt war auch für mich, obwohl schon zum zweiten Mal durchlebt, dieser Workshop voll von Denkanstößen, wirklich nützlichen Tipps und Kniffen, was das kreative Schreiben angeht. Ich lege jedem Schüler dieser Schule, der kreativ schreibt, an dieser Stelle ans Herz, sich das nächste Mal auf dem Vorentscheid zu versuchen. Selbst wenn es nicht der Workshop wird, in die Herzen eurer Deutschlehrerin oder eures Deutschlehrers habt ihr euch auf jeden Fall geschrieben.                                 

Lukas K. 

Bevorstehende Termine
Herbstferien 29. Sep 2018 - 21. Okt 2018
Informationsabend des Internationalen Jugendprogramms 24. Okt 2018 19:30 im Musikraum
Pädagogische Konferenzen 25. Okt 2018 14:00 - 19:30 Bismarckschule
Pädagogische Konferenzen 1. Nov 2018 14:00 - 19:30 Bismarckschule
Aktuelles
2018-04-18T08:51:18+00:00