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Patenschaft für einen Stolperstein der „AG Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ im Rahmen der Stolpersteinverlegungen im Kreis Pinneberg

Patenschaft für einen Stolperstein der „AG Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ im Rahmen der Stolpersteinverlegungen im Kreis Pinneberg

17. Juni 2026

Fast ein ganzes Jahrzehnt besteht die AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bereits an der Bismarckschule und in all dieser Zeit hat sie selten einen so ereignisreichen Tag erlebt wie den 5. Juni 2026.

Zunächst wurde um 9:40 Uhr die Aufnahme der Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule ins SoR-SmC Netzwerk mit Reden, kreativen Beiträgen, Snacks und Getränken zelebriert – vor allem jedoch wurde immer wieder betont, dass die Plakette keine Auszeichnung, sondern primär Selbstverpflichtung sei. Und zwar dazu, Rassismus und andere Diskriminierungsformen anzuerkennen und aktiv zu bekämpfen.

Ein kurzer Austausch mit der Partner-AG war noch möglich, bevor es zurück zur eigenen Schule ging, pünktlich zur Generalprobe für den eigentlichen Hauptprogrammpunkt des Tages: Die Verlegung 7 neuer Stolpersteine in Elmshorn.

Für einen von ihnen, den von Henriette Lippstadt vor der „Stegen Apotheke“ (Vormstegen 31), übernahm die AG nämlich die Patenschaft.

Neben verschiedensten Beiträgen spielte ein Bläserquartett aus Lisa (Q1), Klara (Q1), Leander (Q1) und Nikita (10) das Stück „Ich wandere durch Theresienstadt“ der Schriftstellerin Ilse Weber – mit Verweis auf den Ort, an dem Ilse Lippstadt ermordet wurde. Außerdem trug Loreley (Q1) zwei
selbstverfasste Gedichte vor (Achillesverse I & II), ein Mutter- und ein Tochtergedicht für Henriette und ihre ebenfalls ermordete Tochter Ilse. Eine Veröffentlichung der Gedichte sowie der biographischen Hintergründe ist derzeit in Planung.

Nach der Verlegung folgten fünf weitere Stolpersteine an verschiedenen Orten in Elmhorn, bis schließlich um 15:00 alle Beiträge noch einmal in der Weißen Villa präsentiert wurden.

Wir, die AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, freuen uns sehr über die Möglichkeit der Patenschaft, obzwar wir auch daran erinnern möchten, dass die Aufarbeitung der NS-Verbrechen nicht mit Symbolik getan ist, sondern genau dort erst beginnt.

Loreley (Q1) für die AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“